Wie können wir den Verlust biologischer Vielfalt stoppen?
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Für die Biodiversität gibt es, wie beim Klima Zielvereinbarungen der Staatengemeinschaft. Konkret soll unter anderem der Rückgang der Biodiversität bis zum Jahr 2030 gestoppt werden und bis zum Jahr 2050 wieder ansteigen (Link 15. Weltnaturgipfel in Montreal). Parallel dazu gibt es für die Biodiversität die ersten globalen Zukunftsszenarien.
Dies ermöglicht es Politik und Gesellschaft, Zukunftsoptionen zu verhandeln und entsprechende Maßnahmen durch geeignete Instrumente auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene umzusetzen. Die umfassendsten derzeitigen Biodiversitäts-Modelle eröffnen eine Schar unterschiedlicher Zukunftsszenarien; die Modelle sind bisher auf Landflächen beschränkt.
In einem dieser Szenarien kann der Rückgang der Biodiversität bis zum Jahr 2030 gestoppt und die Biodiversität bis zum Jahr 2050 wieder erhöht werden.
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Dies kann im Modell mit drei Maßnahmenpaketen erreicht werden:
Die regionale Artenvielfalt kann wieder ansteigen, wenn Naturschutzgebiete ausgedehnt und die landwirtschaftliche Produktion, der Konsum und die Ernährung geändert werden.
Die Biodiversität auf unserem Planeten wird damit nicht nur durch Naturschutzgebiete erhöht, Änderungen sind auch bei der landwirtschaftlichen Produktion und beim Konsum und der damit verbundenen Lebensweise notwendig. Dies zeigt gleichzeitig, dass das strategische Ziel des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) bis zum Jahr 2050 ein Leben „im Einklang mit der Natur“ zu führen, grundsätzlich erreichbar ist. Klar ist also, dass auf allen Ebenen Veränderungen nötig sind, von globaler und nationaler Politik und Wirtschaft bis zu kollektiven und individuellen Konsummustern.